📈 Zinseszinsrechner – Vermögen mit Sparplan berechnen

Berechnen Sie, wie Startkapital und monatliche Sparrate mit Zinseszins wachsen – inklusive Jahr-für-Jahr-Tabelle und Aufteilung in Einzahlungen und Zinserträge.

🗓 Zuletzt aktualisiert: 7. Oktober 2026✅ 100 % kostenlos🔒 Keine Datenübertragung – Berechnung im Browser🇩🇪 🇦🇹 🇨🇭 Für Deutschland, Österreich & Schweiz
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⚡ Kurz erklärt

Endkapital = Startkapital × (1 + Zinssatz ÷ 100) hoch Jahre. 10.000 € bei 5 % werden nach 10 Jahren zu 16.288,95 € (jährliche Gutschrift). Mit 100 € monatlicher Sparrate und 6 % Rendite entstehen in 30 Jahren rund 100.000 € – davon nur 36.000 € eingezahlt.

Zinseszins verstehen: Warum Zeit wichtiger ist als der Betrag

Der Zinseszinseffekt beschreibt, dass gutgeschriebene Zinsen im Folgejahr selbst wieder Zinsen erwirtschaften. Das Kapital wächst dadurch nicht linear, sondern exponentiell. Albert Einstein soll ihn als „achtes Weltwunder“ bezeichnet haben – ob das Zitat echt ist, ist umstritten, die Mathematik dahinter ist es nicht.

Die Zinseszinsformel

Endkapital = Startkapital × (1 + p ÷ 100)n
Mit monatlicher Sparrate R (nachschüssig): Kn = R × ((1 + i)n − 1) ÷ i   (i = Monatszins)

Der Rechner simuliert jeden einzelnen Monat: Sparrate einzahlen, Zinsen berechnen, im gewählten Intervall gutschreiben. Dadurch werden auch Dynamik (jährliche Erhöhung der Sparrate) und unterschiedliche Zinsintervalle exakt abgebildet.

Beispiel: 200 € monatlich über 20 Jahre

Wer 5.000 € Startkapital und 200 € im Monat bei 6 % p. a. anlegt, hat nach 20 Jahren rund 108.000 € – davon nur 53.000 € selbst eingezahlt. Über 30 Jahre wären es bereits etwa 230.000 € bei 77.000 € Einzahlungen. Die letzten zehn Jahre bringen mehr Zuwachs als die ersten zwanzig – deshalb lohnt sich ein früher Start so sehr.

Die 72er-Regel

Teilen Sie 72 durch den Zinssatz, erhalten Sie die ungefähre Verdopplungszeit des Kapitals: Bei 6 % verdoppelt sich das Geld alle 12 Jahre, bei 3 % alle 24 Jahre, bei 8 % alle 9 Jahre.

Realistische Renditen für die Planung

AnlageformTypische Rendite p. a.Risiko
Tagesgeld1,5 – 3 %sehr gering
Festgeld (1–5 Jahre)2 – 3,5 %gering
Welt-ETF (MSCI World / All-World), langfristig6 – 8 % (historischer Durchschnitt)mittel, Schwankungen
Einzelaktienstark schwankendhoch

Steuern nicht vergessen

Kapitalerträge unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € (Ledige) bzw. 2.000 € (Zusammenveranlagte) pro Jahr bleiben Erträge steuerfrei – richten Sie dafür einen Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank ein. Bei Aktien-ETFs bleiben zudem 30 % der Erträge über die Teilfreistellung steuerfrei. Die Inflation (Ziel der EZB: 2 %) schmälert die reale Kaufkraft zusätzlich.

Wann, wie & warum – Zinseszinsrechner richtig nutzen

Wie viel Geld habe ich nach 20 Jahren, wenn ich monatlich 200 € in einen ETF-Sparplan einzahle?

Bei durchschnittlich 6 % Rendite pro Jahr rund 92.000 €, davon 48.000 € eigene Einzahlungen. Bei 7 % sind es etwa 104.000 €, bei 4 % rund 73.000 €. Das ist die klassische Reddit-Frage aus r/Finanzen – geben Sie 0 € Start, 200 € Rate, 6 % und 20 Jahre ein und probieren Sie Renditen zwischen 4 und 8 % aus.

Wann lohnt sich Zinseszins wirklich – ab welchem Zeitraum?

Der Effekt wird nach etwa 10 Jahren sichtbar und nach 20 bis 30 Jahren dominant. Beispiel: Wer mit 25 Jahren 150 € monatlich anlegt (6 %), hat mit 65 rund 300.000 €. Wer erst mit 35 startet, kommt auf etwa 150.000 € – zehn Jahre Verzögerung kosten die Hälfte des Endkapitals, obwohl nur 18.000 € weniger eingezahlt wurden.

Warum zeigt der Rechner ein anderes Ergebnis als mein Bank- oder ETF-Rechner?

Fast immer liegt es am Zinsintervall oder am Zahlungszeitpunkt. Dieser Rechner schreibt Zinsen standardmäßig jährlich gut (Lehrbuchformel); Banken rechnen oft monatlich oder mit Sparraten am Monatsanfang. Auch Kosten (TER), Vorabpauschale und Ausgabeaufschläge fehlen in Lehrbuchrechnungen. Stellen Sie das Intervall auf „monatlich“, um Sparplanrechner nachzubilden.

Was bedeutet die 72er-Regel und wie rechne ich damit im Kopf?

72 geteilt durch den Zinssatz ergibt die Jahre bis zur Verdopplung. Bei 3 % verdoppelt sich Kapital in 24 Jahren, bei 6 % in 12, bei 8 % in 9 Jahren. Die Regel funktioniert auch umgekehrt für Inflation: Bei 2 % Inflation halbiert sich die Kaufkraft von Bargeld in 36 Jahren, bei 4 % schon in 18.

Wo wird der Zinseszins besteuert – und wie viel bleibt netto übrig?

Kapitalerträge unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag (und ggf. Kirchensteuer), zusammen rund 26,4 %. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person (2.000 € bei Zusammenveranlagung) bleibt steuerfrei. Bei Aktien-ETFs sind 30 % der Erträge über die Teilfreistellung steuerfrei; thesaurierende Fonds zahlen jährlich die Vorabpauschale.

Häufige Fragen: Zinseszinsrechner

Wie wird der Zinseszins berechnet?

Zinsen werden dem Kapital gutgeschrieben und in der nächsten Periode mitverzinst. Formel: Endkapital = Startkapital × (1 + Zinssatz)^Jahre. Bei monatlichen Sparraten summiert der Rechner zusätzlich jede Einzahlung samt ihrer eigenen Verzinsung.

Was bedeutet Dynamik beim Sparplan?

Die Sparrate wird jedes Jahr um den angegebenen Prozentsatz erhöht, z. B. um 3 %, um Gehaltssteigerungen und Inflation auszugleichen. Aus 200 € werden im zweiten Jahr 206 €, im dritten 212,18 € usw.

Welchen Zinssatz soll ich für einen ETF-Sparplan eingeben?

Für breit gestreute Welt-ETFs rechnen viele Anleger konservativ mit 5 bis 7 % pro Jahr vor Steuern und Kosten. Historisch lag der MSCI World seit 1975 im Schnitt bei rund 8 % p. a. – mit teils starken Schwankungen einzelner Jahre.

Macht es einen Unterschied, ob Zinsen monatlich oder jährlich gutgeschrieben werden?

Ja, aber einen kleinen. Bei 6 % Nominalzins ergibt die monatliche Gutschrift einen effektiven Jahreszins von 6,17 %. Über lange Laufzeiten summiert sich der Unterschied auf einige Prozent des Endkapitals.

Werden Steuern und Inflation berücksichtigt?

Der Rechner zeigt Bruttowerte vor Steuern. Ziehen Sie für eine realistische Einschätzung ca. 26,4 % Abgeltungsteuer (inkl. Soli) auf Erträge oberhalb des Sparerpauschbetrags sowie etwa 2 % Inflation pro Jahr ab.

Wie viel muss ich monatlich sparen, um mit 100.000 € in 15 Jahren dazustehen?

Bei 5 % Rendite etwa 375 € im Monat, bei 7 % rund 315 €, bei 3 % etwa 440 €. Probieren Sie verschiedene Sparraten im Rechner aus, bis das Endkapital passt – oder nutzen Sie die Dynamik, um die Rate jährlich um 2–3 % zu erhöhen.

Ist der Zinseszins bei ETFs derselbe wie beim Sparbuch?

Mathematisch ja, praktisch unterscheidet sich die Rendite stark von Jahr zu Jahr. Der Rechner nimmt eine gleichmäßige Durchschnittsrendite an. Historisch lieferten weltweite Aktien-ETFs (MSCI World) langfristig 6–8 % pro Jahr vor Kosten – mit zwischenzeitlichen Einbrüchen von 30 bis 50 %.

Was ist der Unterschied zwischen Zins und Zinseszins?

Beim einfachen Zins wird immer nur das Startkapital verzinst: 10.000 € zu 5 % bringen jedes Jahr 500 €, nach 10 Jahren 15.000 €. Beim Zinseszins werden auch die Zinsen verzinst – nach 10 Jahren sind es 16.289 €, nach 30 Jahren 43.219 € statt 25.000 €.

Berücksichtigt der Rechner die Inflation?

Nein, er zeigt nominale Werte. Um die Kaufkraft abzuschätzen, ziehen Sie die erwartete Inflation vom Zinssatz ab: 6 % Rendite bei 2 % Inflation entsprechen grob 4 % realem Zuwachs.

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